Börsencrash in Spanien - Platzt die Immobilienblase ?
Spanien erlebte in den letzten Tagen einen Börsencrash erster Klasse in der Immobilienbranche.
Der Absturz des Aktienkurses der Firma Astroc, von 74 € im Februar auf 15 € vergangenen Dienstag war der Auslöser. Weitere Immobilienwerte folgten schlagartig.
Aber auch Baufirmen und Banken folgten dem Sog.
Die Angst vor dem "Platzen der Immobilienblase ist zur Zeit das aktuelle Thema in ganz Spanien. Vielen ist der kometenhafte Preisanstieg der vergangenen Jahre nicht geheuer.
Man muss jedoch auch berücksichtigen, dass Spanien in den vergangenen Jahren einen massiven Bevölkerungszuwachs erlebt hat, dass also auch eine reale Steigerung der Nachfrage nach Immobilien hinter der Preisentwicklung stand.
Dennoch gibt der aktuelle Börsencrash im Immobiliensektor ein beeindruckendes Beispiel dafür ab, wie unfehlbar die Kettenreaktion sein kann, die im Falle einer Deflation des spanischen Bausektors weite Teile der spanischen Wirtschaft mit sich reißen würde.
Auch die Preisentwicklung auf dem spanischen Immobilienmarkt ist rückläufig. Im 1. Quartal 2007 stiegen die Preise im Schnitt um 7,2 Prozent, der niedrigste Zuwachs seit 1999.
Bis zum Jahresende erwarten Experten wie der Madrider Bauverband Asprima sogar, das sich der Preisanstieg im Immobiliensektor auf der Höhe der Inflationsrate einpendelt.
siehe auch CSN
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