Forschungsbericht-von Resveratrol (3,4¿,5-trihydroxystilben;- Wirkmechanismen
Untersuchungen zu Wirkmechanismen von Resveratrol (3,4¿,5-trihydroxystilben; Bestandteil des Rotweins) auf das Herz-Kreislaufsystem .
Der Forschungs Bericht von 2000 der Universität Ulm
Dr. Ulrich Jäger
Neuere Studien haben Hinweise erbracht, daß Trans-Resveratrol (TRV; 3,4¿,5-trihydroxystilben), ein in höheren Konzentrationen in Rotweintrauben gefundenes Phytoalexin [1], möglicherweise bei moderaten Weintrinkern die Gefahr einer koronaren Herzerkrankung verringert [2,3]. Ziel unserer Studie war die Untersuchung der relaxierenden Wirkung von TRV auf Herzkranzgefäße, welche nach vorliegenden Untersuchungen anfällig für spastische Kontraktionen sind. Weitere Befunde zeigten TRV als eine vielseitig wirksame Substanz: antioxidative Wirkung gegen freie, chemische Radikale [4], Synthesehemmer von Eicosanoiden [5] sowie als Aggregationshemmer der Blutplättchen [6,7]. Weiterhin wurde antileukämische Aktivität beobachtet [8,9]. Die in unseren Studien beobachtete Relaxation koronarer Herzkranzgefäße des Schweineherzens [10,11] basiert möglicherweise auf einer nicht DNS-abhängigen und östrogenähnlichen Interaktion mit Rezeptoren auf der Zellmembran, die den Steroidhormonrezeptoren ähnlich sind. Auf diese Möglichkeit wurde schon in der Literatur hingewiesen [12]. Klinische Studien ergaben, daß Frauen vor der Menopause ein allgemein wesentlich niedrigeres Risiko für koronare Gefäßerkrankungen tragen als nach Einsetzen der Menopause, jeweils im Vergleich zu Männern der gleichen Altersgruppe [13]. Übereinstimmend mit diesen Beobachtungen ist die Tatsache, daß eine Therapie mit Östrogengaben einen wirksamen Schutz gegen kardivaskuläre Erkrankungen darstellen kann. Obwohl der koronardilatatorische Mechanismus von TRV noch nicht aufgeklärt ist, so sind doch folgende Reaktionssequenzen denkbar: TRV-Bindung an einen Rezeptor und Reaktion mit einer membran-lokalisierten NO-Synthase. Dies würde über Reaktion mit dem NO-cGMP-System zu einer Phosphorylierung von KCa-Kanälen führen. Die Öffnung dieser Kanäle würde zu einer Repolarisation der Zellmembran führen, wodurch sich die L-Ca-Kanäle schließen und so möglicherweise die Glattmuskelzellen erschlaffen lassen. Eine weitere Möglichkeit der Reaktion ist denkbar, wenn TRV durch Rotweinkonsum aufgenommen wird: es könnte in situ auch direkt mit Superoxidmolekülen reagieren und somit der Neutralisierung des vom Endothel erzeugten NO. (Stickstoffmonoxid) vorbeugen. Dies wäre ein durchaus positiver Effekt auch bei niedrigen TRV-Konzentrationen.
Literatur:
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5. Belguendouz L, Fremont L, Linard A. Biochem Pharmacol 53:1347, 1997
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8. Mannila E, Talvitie A, Kolehmainen E. Phytochem 33:813, 1993
9. Csokay B, Prajda N, Weber G, Olah E. Life Sci 60:2157, 1997
10. Nguyen-Duong H, Jäger U. Pflügers Arch 435, No. 6 (Suppl.):R169, 1998
11. Nguyen-Duong H, Jäger U. Arch Physiol Biochem 106 (Suppl. A):VI.132, 1998
12. Wehling M. Annu Rev Physiol 59:365, 1997
13. Messerli FH, Garavaglia GE, Schmieder RE, Sundgaard-Riise K, Nunez BD, Amodeo C. Ann Intern Med 107:158, 1987
Veröffentlichungen
Jäger U, Nguyen-Duong H: Relaxant effect of trans-resveratrol on isolated porcine coronary arteries. Arzneim Forsch, im Druck
Nguyen-Duong H, Jäger U. Pflügers Arch 435, No. 6 (Suppl.):R169, 1998
Nguyen-Duong H, Jäger U. Arch Physiol Biochem 106 (Suppl. A):VI.132, 1998
Finanzierung: Universität/Klinikum
Projektbeginn: 01.01.1997
Projektende 31.12.2000
Besondere Geräte und Apparaturen Organbäder
elektronische Registriersysteme
Projektleiter/Ansprechpartner Universität Ulm
Prof. Dr. rer. nat. Hoang Nguyen-Duong
Abt. Allgem. Physiologie
89069 Ulm
0731 50 23235
Email: hoang.nguyen-duong@medizin.uni-ulm.de
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AIDS oder auch Aids ist die englische Abkürzung für Acquired Immune Deficiency Syndrome. Einfach ausgedrückt: Aids ist das erworbene Immunschwäche-Syndrom, der Erreger hingegen ist das HI-Virus.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Aids

