letzten Teil der Gedanken und Empfehlungen zum Granatapfel
Heute erhalten Sie den letzten Teil der Gedanken und Empfehlungen zum Granatapfel, was aber nicht heißen soll, dass ich nicht immer wieder darauf zurück kommen werde. Ich bin einfach selbst restlos begeistert. Ich habe diese Gedanken – wie fast immer - von Gabi Vonwald, der Heilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Buchautorin aus Wien übernommen.
In der griechischen Mythologie war es Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Schönheit, höchstpersönlich, die auf ihrer Heimatinsel Zypern den ersten Granatapfelbaum gepflanzt hat. Es gibt eigentlich keine einzige Kultur, bei der Granatäpfel nicht als Symbol der Fruchtbarkeit galten, und mit Ausnahme einer kurzen Zeit im Mittelalter, wo man sie im christlichen Glauben der Mutter Gottes als Zeichen ihrer Keuschheit zuordnete, waren sie auch immer ein beliebtes Aphrodisiakum.
Eva wird ihren Adam wohl nicht nur mit dem Apfel verführt haben. Im Hohen Lied des Salomo, wohl einem der erotischsten Texte der Weltliteratur, kommt diese Seite des Granatapfels ganz deutlich zum Ausdruck.
Heute weiß man ein wenig mehr über die Rolle als Aphrodisiakum. Die allgemein anregende Wirkung, die gleichermaßen auf Männer und Frauen wirkt und wieder Lust auf körperliche Liebe machen soll, schreibt man einer Substanz zu, die sich in den Kernen finden lässt, einem Alkaloid, dem „Piperidin“. Die gleiche Substanz findet man übrigens auch in schwarzem Pfeffer und in Cannabis. So verwundert es nicht, dass in allen einschlägigen Kochrezepten immer irgendwo der Granatapfel auftaucht.
Die anregende Wirkung hat aber nicht ausschließlich mit dem Liebesleben zu tun. Man spürt dies auch im Alltag, weil man einfach munterer ist. Wir hatten hier in Wien gerade eine ziemliche Hitzewelle, wo der Kreislauf leicht schlapp macht. Granatapfelsaft mit Wasser gestreckt, ein Spritzer Zitrone dazu und für die besonderen Feinschmecker noch ein Schuss Pfirsich-Aloe ist ein idealer Sommerdrink.
Eigentlich ist der Granatapfel ja eine weibliche Frucht, wie geschaffen für alle gesundheitlichen Probleme von Frauen. Den Grund hierfür kennt man heute ebenfalls genau.
Der Granatapfel enthält in seinen Kernen so genannte Phytoöstrogene, also pflanzliche Pseudohormone.
Phytoöstrogene sind in den letzten Jahren wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, stellen sie doch vielleicht eine willkommene Alternative zur Hormonersatztherapie dar. Man findet Phytoöstrogene in einigen Pflanzen wieder, vor allem in Soja und Rotklee, aber auch in ausreichender Menge im Granatapfel. Phytoöstrogene haben sozusagen die gleichen Andockstellen an der Zelle wie die echten weiblichen Sexualhormone und gaukeln dem Körper eine ausreichende Versorgung auch jenseits der Wechseljahre vor. Asiatinnen, die viele pflanzliche Östrogene mit der Ernährung aufnehmen, leiden nur äußerst selten an den typischen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen westlicher Frauen. Auch kommen Brust- und Gebärmutterkrebs in Asien kaum vor.
Und auch beim PMS, dem Prämenstruellen Syndrom, soll der Granatapfel aus genau diesem Grund hilfreich sein. Sie kennen diese speziellen letzten Tage vor der Monatsblutung, wo man Schokolade in sich hineinstopft, weinerlich und überempfindlich ist, sich aufgeblasen fühlt und sich selbst und seiner Umgebung auf die Nerven geht? Ich kann Ihnen versichern – Granatapfel ist besser als Schokolade.
Übrigens gibt es in Kalifornien gerade ein neues Kultgetränk, den „Pomtini“. Einfach Granatapfelsaft mit Martini aufspritzen. Manchmal braucht „Frau“ ja auch so etwas.
Ich möchte Ihnen noch den Tipp gegeben, dass der Saft ganz besonders auch für Kinder und Senioren eine gute Quelle für Vitamine und Antioxidantien ist. Frau Vonwald erzählt, sie habe seit einer Woche auf unbestimmte Zeit ihren 94jährigen Schwiegervater in Pflege – „ein ganz wunderbarer, gar nicht mühsamer Mensch trotz fortgeschrittenem Alzheimer und nur noch 10% Sehkraft. Essen tut er wie ein Kanarienvogel, und es ist fast unmöglich, ihn zum Trinken zu überreden. Obst? Mit viel gutem Zureden ein halber, klein geschnittener Apfel. Aber von meinem mit Wasser verdünnten Granatapfelsaft trinkt er zumindest täglich seine zwei Gläser.“ Auch Kinder – und sogar wir – essen nicht ausreichend Obst!
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Bis zum nächstenBericht in dem ich auf den Säure-Basen-Haushalt eingehen will,
passen Sie gut auf sich auf,
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Heilung durch Unterdruck beschleunigt: neues Pflaster

Wissenschaftler haben ein neues Pflaster entwickelt, das sie vereinfachend als elektronisches Pflaster bezeichnen. Durch Unterdruck in rhythmischer Folge wird Gewebewachstum verstärkt angeregt und damit die Heilung beschleunigt.
Mit einer speziellen Abdeckhaube versiegelt und schützt das biegsame Gerät (das "Pflaster") die Wunde. Unterhalb der Abdeckung erzeugt eine kleine Vakuumpumpe Unterdruck. Dieser fördert die Diffusion von Sauerstoff und Nährstoffen aus dem Blut des Patienten in die Wunde; Gewebe wird schneller nachgebildet, die Heilung beschleunigt. Durch elektronische Steuerung kann eine voreingestellte Abfolge von Unterdruck und Überdruck eingehalten werden.
Die Forscher um Louis Argenta von der Wake Forest University in Winston-Salem haben auch bereits - an Schweinen - getestet, welcher Rhythmus des Unterdrucks am günstigsten ist. Sie haben festgestellt, dass ein sinusförmiger Verlauf des Zyklus mit an- und abschwellender Unterdruckstärke die größte Wirkung hatte. Bei dieser optimalen Einstellung lässt sich eine Steigerung des Gewebewachstums um 122 Prozent erreichen.
Das elektronische Unterdruckpflaster ließe sich bei chronischen Wunden, akuten Verletzungen, offenen und verschlossenen Wunden oder auch bei Verbrennungen einsetzen.
Quelle: New Scientist bzw. ddp/wissenschaft.de (Stefan Pröll)
Das (symbolische) Bild heißt "Trostpflaster" und stammt von Gerd Altmann (geralt) bei pixelio.de
Kompletten Artikel ansehen.
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