Freie Radikale - Antioxodantien Teil 1 -Granatapfel (Malum punicum)

Gestern im Flugzeug – und wo sonst hat man so wenig andere Möglichkeiten, als zu lesen – stolperte ich in der „Bunten“ (Nr.29, Seite 64) über einen Artikel, den Granatapfel betreffend. Das hat mich natürlich brennend interessiert, weil ich genau über diese Frucht berichten wollte.

Wir können es heute natürlich nicht eindeutig beweisen, aber es deutet alles darauf hin, dass der Granatapfel die Frucht war, mit der die Schlange Eva im Paradies verführt hat, die Frucht vom Baum der Erkenntnis also. Sicher ist jedenfalls, dass ihr Ursprung in Afrika liegt und sie über Kleinasien nach Europa kam. Sie ist Bestandteil zahlreicher Sagen, zum Beispiel die von Persephone in der Unterwelt, wurde ägyptischen Königen mit ins Grab gegeben, diente im alten Babylon vor einer Schlacht dazu, unbesiegbar zu machen und wird mehrmals im Koran erwähnt.


Malum punicum, wie die Römer sie nannten, also phönizischer Apfel, womit eher eine Kolonie in Karthago gemeint war, besitzt keine botanischen Verwandten, sozusagen eine Sackgasse der Evolution. Sehr interessant dabei auch, dass die einzige Gattung, die nur irgendwie an den Granatapfel erinnert, nämlich Punica protopunica, ausschließlich auf der dem afrikanischen Kontinent vorgelagerten Insel Socotra vorkommt. Hier wurde im Altertum die zweite bedeutende Heilpflanze der Menschheit angebaut, die Aloe vera. Zufall?

Der Granatapfel wird heute medizinisch vor allem wegen seiner zahlreich enthaltenen Antioxidantien geschätzt. Sie erinnern sich, das sind die Bodyguards für unsere Zellen, vor allem für alle Strukturen des Nervensystems und sollen vor den bösen Freien Radikalen schützen. Es sind vor allem die Polyphenole im Granatapfel, die dieses Wunder vollbringen. Der Granatapfel schneidet hierbei in seiner Wirkung dreimal besser ab als grüner Tee.

Über die Wirkung dieser Polyphenole auf unser Herz und unsere Gefäße möchte ich Ihnen berichten, denn vielleicht interessiert es Sie, was man in diesem Zusammenhang unter dem „französichen Paradox“ versteht dazu aber mehr in unseren näxchsten Bericht.

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HKK Bericht 1

I.M. Greiner



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