Land und Leute der Exdrematura Spanien
Das zweifellos schönste Beispiel der Landschaft der spanischen Hochebene ist die sogenannte Dehesa (Naturweide). Diese typische Vegetationsform charakterisiert die Extremadura zu über 50%.
Die Einheimischen pflegen diese weitläufigen Flächen sorgfältig, was diese mit reichen Ernten und ergiebigen Viehweiden danken. Die Dehesa ist fast das ganze Jahr über Grün.
Steineichen, Korkeichen, Olivenhaine, Weizen, Gerste, Weinreben und Bewässerungskulturen kennzeichnen die typische Landschaft der Dehesa. Viele Tiere leben dort in freier Natur und sie bietet zahlreichen Vogelarten ein Zuhause.
Die Korkeiche ist seit Jahrhunderten in den heißen Sommern der Extremadura nicht nur der Schattenspender schlechthin, sondern auch Halt und Stütze des Bodens. In ihrem Geäst nisten zahlreiche Vögel. Hirsche, Wildschweine oder iberische Hausschweine lieben ihre Früchte - die Eicheln. Der Baum wird alle paar Jahre im unteren Drittel nackt geschält, um seinem Besitzer seine kostbare Haut, die Korkrinde zu überlassen.
Der Gemeindebezirk Los Baldíos im Westen der Region beherbergt das Zentrum der Korkindustrie in der Extremadura: San Vicente de Alcántara, Valencia de Alcántara, Barcarrota, Alburquerque oder Mérida sind Standorte der Korkverarbeitung. Die steigende Nachfrage nach Flaschenkorken zum Abfüllen von Wein und nach lärmdämpfenden und feuchtigkeitsisolierenden Korkplatten hat zu einem starken Anstieg der Produktion in den letzten Jahrzehnten geführt.
Ähnliches gilt für Natur-, Zier- und -Bausteine wie Schiefer, Granit und Marmor, die die bedeutende Baubranche in der Extremadura und Portugal versorgen. Schiefer als beständiges und schmückendes Baumaterial wird wieder häufig in der Region eingesetzt. Die Gemeinde Villar del Rey ist das Zentrum der Schieferverarbeitung.
Kultur
Unzählige Volkskunst und Bräuche aus uralten Zeiten, die mit bewundernswert gepflegt werden, ergötzen das Auge des Besuchers, der heute noch die gleichen Tänze bewundern kann, die schon vor Jahrhunderten in den Dörfern und Städten dieser Region getanzt wurden.
Jede Jahreszeit hat ihre eigenen uralten Feste, Fruchtbarkeitskulte, Glaubenszeugnisse, Lobpreisungen, Ehrung von Schlachtensiegen oder vorrömische Riten, die heute noch zu den Bräuchen gehören - wahre Kultfeste und eine Ehrung der Natur.
Das Ende der Erntezeit oder der Anbruch der vorösterlichen Fastenzeit sind geprägt von Volksfesten in den Ortschaften. Die traditionellen Feste fallen oft in die beste Zeit, um den Naturreichtum und das Kulturerbe der Region zu bewundern.
Aus dieser Region stammten die wichtigsten Eroberer der Neuen Welt. Konquistadoren die durch ihre Entdeckungen in die Weltgeschichte eingegangen sind: Pizarro, Hernán Cortés, Vasco Núñez de Balboa, Pedro de Valdivia oder Francisco de Orellana.
Zwei Ortschaften Extremaduras spielen ein besondere Rolle beim sogenannten "Aufeinandertreffen zweier Welten": In Trujillo stand die Wiege einiger der bedeutendsten Entdecker Amerikas und das Kloster der Jungfrau von Guadelupe (Weltkulturerbe) war für Spanien und Amerika die spirituelle Referenz dieses historischen Momentes.
Es besteht eine tiefes Gefühl der Solidarität und Bruderschaft zu Lateinamerika, das aus der Überzeugung kommt, dass die gemeinsame Sprache und Kultur eine große Heimat bilden. Dies ist eine ausgeglichene Entwicklung, in der die wirtschaftliche Seite an den kulturellen Aspekt anknüpft, nicht die Gerechtigkeit vergisst und die lateinamerikanische Gemeinschaft nicht als eine kulturelle Ausnahmeerscheinung darstellt.
http://www.countrycasas.com/
Weitere interessante Artikel:
Reisebeschreibung und Reisedetails für dieTunesienexpedition
Globetrotter Kramski besucht Golfschule in Thailand
Land und Leute der Exdrematura Spanien
mit Opodo.de –Top Angebote Hurraaaaaaa nix wie wechhhhh !
Pizarra (Andalusien) - Gewagte Auffahrt und tolle Aussicht
Das könnte Sie auch interessieren:
PHOENIX-Programmhinweis - PHOENIX RUNDE: Pleite, ja und? - Griechenlands Zukunft - Donnerstag, 9. Februar 2012, 22.15 Uhr
PHOENIX: Bonn (ots) - Pinar Atalay diskutiert in der PHOENIX RUNDE mit * Gerhard Schick, B'90/Grüne, Finanzpolitischer Sprecher * Prof. Alfons Weichenrieder, Ökonom Goethe-Universität Frankfurt * Panagiotis Kouparanis, Deutsche Welle * Stefan ...


