Aus dem Nähkästchen des Grauens geplaudert

Tatsachen-Buch enthüllt: Arsch abputzen kostet extra!

War der Todespfleger von Sonthofen nur die Spitze eines Eisberges? »Arsch abputzen kostet extra!« – schon der Titel dieses aufrüttelnden Tatsachen-Buches spricht Bände.



Selm. – Die Formulierung mag lieblos, abgestumpft und verroht klingen. Aber genau so präsentiert sich die Pflegelandschaft in Deutschland schließlich auch, wenn man die Krankenbettdecke nur ein wenig anhebt. Für dieses Metier müssen wir dieselbe Diagnose stellen, die schon das siechende Gesundheitswesen kennzeichnet: Es kann wenig Gutes dabei herauskommen, wenn sich private Unternehmen an öffentlichen Geldern laben können, ohne dass ihr Treiben durch eine echte marktgerechte Wettbewerbssituation von selbst reguliert wird.

Schonungslos legt Autor Marco Schrade seinen Finger in diese strukturelle Wunde. Mord und Totschlag, wie eingangs erwähnt, mögen die Ausnahme sein. Noch. Aber unterhalb dieser finalen Hemmschwelle sind alle anderen Schandtaten an der Tagesordnung. Der Journalist plaudert frank und frei aus dem Nähkästchen des Grauens; schließlich war er selbst 15 Jahre lang im deutschen Pflegedienst beschäftigt. Die oftmals schockierenden, authentischen und aufwühlenden Schilderungen des bundesdeutschen Pflege-Alltags gehen unter die Haut und dürften bei fast jedem Leser Zweifel keimen lassen: Ob es wohl wirklich eine Gnade ist, als alter, hilfloser Mensch von einem ambulanten oder gar stationären Pflegedienst abhängig zu sein?

In »Arsch abputzen kostet extra!« deckt Marco Schrade eine Fülle skandalöser Zustände auf. Allein dadurch wäre sein umfangreicher Tatsachen-Report schon sein Geld wert.

Aber der Autor gibt überdies kompetente Antworten, die jedem Leser nach der Lektüre des Buches auf den Nägeln brennen dürften:

- Woran man einen seriösen und engagierten Pflegedienst von einem schwarzen Schaf unterscheiden kann

- Woran man merkt, ob eine stationäre Einrichtung tatsächlich ihre Patienten pflegt – und nicht nur ihr Bankkonto

- Wie man den Pflegeversicherungs-Gutachter zu seinem Fürsprecher macht

- Wie man seine Angehörigen vor gewalttätigen Pflegern schützen kann

- Was man unbedingt beachten sollte, wenn man einen Rollstuhl beantragt und vieles mehr

Eine Bonus-CD, die dem Buch beiliegt, enthält praktische Vordrucke von Vorsorge-Vollmachten und Pflegeanträgen.

Die Wenigsten von uns beschäftigen sich mit dem Tabu-Thema »Lebensende«. Wer es dennoch tut, dürfte sich wohl ein rasches und würdiges Ableben ohne Qualen wünschen.

Die Chancen darauf stehen angesichts der erschreckenden Pflege-Situation in Deutschland allerdings verdammt schlecht.

Man sollte also rechtzeitig »Arsch abputzen kostet extra!« lesen, das exklusiv im Verlag Rademacher erscheint. Damit die letzten Eindrücke im Leben nicht die schlimmsten überhaupt werden!

ISBN 3-00-017489-3
Buch 32 x 22 cm
Großformat DIN A4
Gebunden, 244 Seiten
Mit kostenloser CD-ROM
29,95 Euro
Im Buchhandel erhältlich – oder direkt im Internet: http://www.erfolgspassage.com
Nähere Infos bei: an@erfolgsonline.de

Wolfgang Rademacher


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