Wird jetzt die Amalgamdiskussion neu entdeckt Teil 2

von Joachim Mutter1,Johannes Naumann1 und Harald Walach
Keine eigenen Forschungen?
Es wird kritisiert, dass von uns keine Originalarbeiten existieren. Wir verfügen mittlerweile über fundierte Erfahrungen in der Diagnostik und Behandlung von vielen Patienten mit einem breiten Spektrum an langjährigen Beschwerden und Krankheiten


Es ist erstaunlich zu beobachten,wie Dutzende von Patienten durch adäquaten Exposi-
tionsstop und sinnvolle Hg-Ausleitung über erstaunliche Verbesserungen oder Heilungen, -
auch von sog.unheilbaren ?Kranheiten, berichten.Diese im Rahmen klinischer Anwendungs-
beobachtungen erhobenen Daten werden in naher Zukunft
veröffentlicht werden.

Als kurze Beispiele mögen folgende Vignetten dienen: Zum Beispiel konnten wir über eine junge Patientin,ehemalige Leistungssportlerin ,mit einer seit 5 Jahren bestehenden sekundärer
Nebenniereninsuf .zienz,schweren Fibromyalgie, Bluthochdruck, Übergewicht und 5-stelligen CK-Wert Erhöhungen nach moderater körperlicher Belastung berichten, welche nach Amalgamentfernung und Hg-Ausleitung innerhalb von Wochen geheilt wurde.

Oder von einem Nationalsportler, der aufgrund chronischer Infektanfälligkeit, Müdigkeit und Muskelschmerzen nicht adäquat auf die Weltmeisterschaft trainieren konnte. Dieser wurde mit einer diagnostischen Gabe von DMPS und Entfernung seines Amalgam vollständig,sofort und dauerhaft geheilt.

Zu erwähnen ist auch eine nationale Meisterin einer sportlichen Disziplin, welche nach Zahnbehandlung (Einbau einer Goldkrone bei vorhandenen Amalgamfüllungen )in Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung, heftigste Bauchkoliken, Gewichtsabnahme, innere Unruhe, Schla- .osigkeit, brennenden Schmerzen, chronischer Sinusitis, Müdigkeit, Schwindel, Depressionen und Konzentrationsstörungen verviel .Innerhalb kurzer Zeit nach Amalgamentfernung (mit aus-
giebigen Schutzmassnahmen und ohne andere Metalle als Ersatz) wurde die Symptomatik um 70%besser (visuelle Analogskala), nach über einem Jahr sind die Beschwerden praktisch nicht mehr vorhanden.

Oder ein seit 2 Jahren berufunfähiger 38-jähriger Patient mit extremer Müdigkeit, Hyperinsulinismus und Herzattacken, welche jeweils als Herzinfarkte fehlgedeutet wurden
.Der Patient fühlte sich sterbenskrank .Nach Amalgamentfernung und Ausleitung wurde er
fast vollständig geheilt.

Wir behandeln eine Reihe von Patienten mit Amyotropher Lateral- sklerose (ALS).Dabei konnte bisher ein Fall der bulbären sklerose (ALS).Dabei konnte bisher ein Fall der bulbären Form der

ALS seit 4 Jahren in seiner Progression komplett gestoppt werden, bei drei anderen Patienten konnte durch Amalgamentfernung und Ausleitung der Verfall gestoppt oder sogar leicht gebessert werden.

ALS gilt als unheilbare Krankheit und führt im Median durch fortschreitende Lähmung in etwa 2 Jahren zum Tod, die 5-Jahres Überlebensrate beträgt 20%.
Auch bei der Alzheimer-Erkrankung und Multipler Sklerose ließ sich bei einigen Patienten eine leichte Verbesserung erreichen. Weiterhin verbesserte sich der Gesundheitszustand von mehreren Patienten mit anderen chronischen Erkrankungen
Die von uns beobachteten Heilungsraten decken sich mit den publizierten Daten, welche wir in
der Risikobewertung zitiert haben, bzw .mit denen einer aktuellen Analyse aus 25 Studien [HANSON M.2004 ].
Uns war bewusst, dass wir mit unserer Risikobewertung trotz unserer diplomatisch formulierten Diskussion auf Kritik stoßen werden Gerade wurde eine Untersuchung veröffentlicht, in der nachgewiesen wird, dass eine Vielzahl deutscher Wissenschaftler im Auftrag der Zigarettenindustrie kritische Forschungsergebnisse zu den Gefahren des Rauchens verheimlicht, heruntergespielt, diffamiert und manipuliert haben und so über Jahre die Politik gegenüber
dem Rauchen in Deutschland beeinflussten [GRUNING et al 2005 ].

Wir hoffen nicht, dass die Diskussion um die Bedenklichkeit des Amalgams die gleichen Wege geht wie die um die Gefährlichkeit des Rauchens.
Jeder, der die Argumente um die Unbedenklichkeit des Amalgams vertritt, tut aus unserer Sicht gut daran die Geschichte um die Diskussion der Gefahr des Rauchens genau zu studieren
die rechtlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben haben vor allem für jene, die wissend oder unwissend die Augen verschlossen haben. Die Datenlage, die Art der Belege ,die Globalität des Problems, all dies scheint uns eine interessante Parallele zur jetzigen Amalgamdiskussion darzustellen.


1 Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene,Universi- tätsklinik Freiburg

2 Samueli Institute, European Of .ce
3 School for Social Sciences, University of Northampton,UK
[1 ]J Mutter, J Naumann, R Schneider, H Walach, B Haley:Mercury
and autism:Accelerating Evidence?Neuroendocrinol Lett 2005;
26(5):439 ?446
[2 ]J Mutter ,J Naumann ,H Walach ,F Daschner :Eine Risikobewertung unter Berücksichtigung der neuen Literatur bis 2005.Geunsdheitswesen 2005;67:204-216


Ilse Maria Greiner


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